«Zentrum Tödi» – Wohnquartier für alle Generationen
Die Überbauung Zentrum Tödi wurde nach den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft konzipiert und umfasst altersgerechte Wohnungen, ein Pflegezentrum mit 60 Betten, zwei Kinderbetreuungsstätten, ein Gastronomielokal, Gewerbe- und Gemeinschaftsräume. Dank ihrer Lage am Dorfrand von Horgen profitieren viele Wohnungen von Weite, Licht und Seesicht, während sich die Siedlung zugleich harmonisch in die bestehende Umgebung einfügt.
Mit Seesicht
Das Projekt der ARGE Gäumann Lüdi von der Ropp / Schäublin Architekten vereint mehrere Parzellen in Hanglage, die durch eine Quartierstrasse voneinander getrennt sind. Die überwiegend in vorgefertigter Holzbauweise errichteten Gebäude fügen sich dank ihrer wellenförmigen Anordnung harmonisch in das Geländeprofil ein. Eine horizontal verlaufende Erschliessungsebene verbindet sämtliche Häuser – auch über die Strassenquerung hinweg. In den einzelnen Baukörpern befinden sich überwiegend Wohnungen, die sowohl eine nordseitige Sicht auf den See haben als auch eine südwestlich orientierte Besonnung erhalten. Der architektonische Ausdruck der Siedlung ist zurückhaltend, präzise und zeitlos. Grosszügige Öffnungen, klare Linien sowie konsequent eingesetzte nachhaltige Materialien und Oberflächen prägen das Erscheinungsbild und verleihen der Anlage ihren charakteristischen, ruhigen Gestaltungsduktus.
Hohe Energieeffizienz
Die Gebäudehülle spielt im energetischen Konzept eine zentrale Rolle. Solaraktive Fassaden und Photovoltaikanlagen auf den Dächern generieren Eigenstrom, während die Beheizung mittels Erdwärme erfolgt. So entstand ein geschlossenes, energieeffizientes System, das seine Energie- und Klimaziele konsequent erfüllt.
Besonderes Augenmerk galt dem Fenstersystem, das wesentlich zum architektonischen Ausdruck und zur Energieeffizienz der Siedlung beiträgt. Zum Einsatz kam das Holz-Metall-Fenstersystem NF1 design von 4B. Mit seiner schlanken Profilierung und präzisen Linienführung fügt es sich harmonisch in die Architektursprache ein und ermöglicht lichtdurchflutete Innenräume mit Weitblick. Insgesamt wurden 196 Rahmen bzw. 442 Flügel verbaut. Das dreifach verglaste System erfüllt Minergie- und Minergie-P-Standards und erzielt Bestwerte bei Schallschutz, Sicherheit und Wärmedämmung: Mit bis zu 75 Prozent geringerem Energieverlust gegenüber herkömmlichen Fenstern leistet das Neubaufenster NF1 design einen messbaren Beitrag zur Energieeffizienz des Gesamtprojekts und trägt entscheidend zum Wohnkomfort bei.
Das Zentrum Tödi steht exemplarisch für die Verbindung von architektonischer Qualität, sozialer Verantwortung und technischer Präzision. Es zeigt, wie genossenschaftliches Wohnen, Pflegeinfrastruktur und nachhaltige Energieversorgung zu einem integrativen, zukunftsgerichteten Lebensraum verschmelzen können.
Bautafel
Bauherrschaft: Baugenossenschaft Zurlinden
Architektur: ARGE Gäumann Lüdi von der Ropp / Schäublin Architekten
Nutzung: 175 Wohnungen, Pflegezentrum, Kinderbetreuung, Gewerbe
Bauzeit: 2018–2025 (gestaffelte Realisierung)
Fenstersysteme: Holz-Metall-Fenstersystem NF1 design von 4B