Fassade mit markantem Profil
In Zürich-Altstetten entstand ein fünfgeschossiges Mehrfamilienhaus, dessen architektonische Identität durch seine Fassadengestaltung geprägt ist. Die plastisch wirkende Aluminiumhülle – eine vorgehängte hinterlüftete Fassade aus PREFA-Zackenprofilen – verleiht dem Neubau eine eigenständige Ausstrahlung und verbindet gestalterischen Anspruch mit hoher Dauerhaftigkeit.
Der Neubau von Moser Wegenstein Architekten befindet sich an der Badenerstrasse 701 in zweiter Bautiefe, unmittelbar beim Lindenplatz in Zürich-Altstetten. Die Planung war von anspruchsvollen Rahmenbedingungen geprägt: Der Anschluss an das bestehende Nachbargebäude, die unmittelbare Nähe zu einem Schutzobjekt sowie verschiedene baurechtliche Vorgaben erforderten eine differenzierte volumetrische Ausformulierung.
Das gestaffelte Bauvolumen wird durch vertikal zusammengefasste Raumschichten sowie eingezogene Loggien gegliedert. Das Zusammenspiel von Vor- und Rücksprüngen erzeugt eine fein abgestufte Fassadenkomposition und verleiht dem Baukörper Tiefe und Rhythmus. Insgesamt entstanden 57 Wohnungen mit Grundrissen von 1.5 bis 3.5 Zimmern. Grosszügige Loggien und Aussenräume erweitern die Wohnflächen und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Wohnungen wurden nach zeitgemässem Ausbaustandard und altersgerecht konzipiert.
Dreidimensional modellierte Gebäudehülle
Charakteristisches Merkmal des Neubaus ist die plastisch ausgebildete Aluminiumfassade. Vertikal profilierte Fassadenfelder werden durch durchlaufende horizontale Bänder gegliedert und zu einer klar ablesbaren Fassadenordnung zusammengefasst. Die differenzierte Reliefwirkung verleiht dem Baukörper Tiefe und unterstützt die ruhige, präzise Proportionierung der Gebäudehülle.
Für die Brüstungsfelder und Fensterbänder kamen PREFA-Zackenprofile mit einer Steghöhe von 29 mm zum Einsatz. Die Profile wurden in der Sonderfarbe Perl-Metallic pulverbeschichtet ausgeführt. Ihre präzise Geometrie sowie die vertikale Profilierung erzeugen ein fein abgestuftes Wechselspiel von Licht und Schatten, das die Fassadenflächen je nach Lichteinfall unterschiedlich akzentuiert. Durchlaufende Profile an Traufe, Brüstung und Fenstersturz verstärken die horizontale Schichtung und fassen die einzelnen Fassadenfelder zu einem kohärenten Gesamtbild zusammen.
Je nach Sonnenstand und Betrachtungswinkel verändert sich die plastische Wirkung der Gebäudehülle. Dadurch entsteht eine subtile, lebendige Fassadenwirkung, ohne die ruhige architektonische Gesamtkomposition zu beeinträchtigen.
Modulares Fassadensystem
Mit den stranggepressten Profilen Welle und Zacke bietet PREFA ein modulares System für vorgehängte hinterlüftete Fassaden. Während die Wellenprofile weich fliessende Oberflächen erzeugen, setzen die Zackenprofile mit ihren ausgeprägten Kanten markante Akzente. Je nach gestalterischer Zielsetzung stehen unterschiedliche Profilquerschnitte zur Verfügung: Das Zackenprofil ist mit Steghöhen von 18 oder 29 mm sowie Profilbreiten von 33 oder 40 mm erhältlich. Die stranggepressten Aluminiumprofile werden objektspezifisch gefertigt und in individuellen Baulängen produziert. Dank identischer Baubreiten lassen sich unterschiedliche Profiltypen innerhalb eines Fassadenrasters kombinieren und horizontal, vertikal oder diagonal verlegen. Die verdeckte Befestigung gewährleistet eine homogene Fassadenansicht ohne sichtbare Verbindungselemente.
Dauerhaftigkeit und Gestaltungsfreiheit
Mit einer Materialstärke von 1.8 mm zeichnen sich die Strangpressprofile durch hohe Formstabilität und Widerstandsfähigkeit aus. Die Aluminiumlegierung eignet sich insbesondere für dauerhaft beanspruchte Fassadenbereiche sowie für Balkonverkleidungen, bei denen zusätzlich Anforderungen an Sicht-, Wind- und Durchsturzschutz erfüllt werden müssen.
Als Bestandteil einer vorgehängten hinterlüfteten Fassadenkonstruktion nutzt das System die bauphysikalischen Vorteile dieser Bauweise. Gleichzeitig überzeugt Aluminium durch seine Korrosionsbeständigkeit, seine Langlebigkeit, den minimalen Wartungsaufwand und die vollständige Rezyklierbarkeit. Gestalterisch eröffnet das System einen grossen Spielraum: Die Profile sind in sämtlichen PREFA-P.10-Farben, pulverbeschichtet in RAL- oder NCS-Farbtönen erhältlich; zudem sind naturblanke und eloxierte Ausführungen möglich.
Ob als akzentuierendes Fassadenelement, Balkonverkleidung oder durchgehende Gebäudehülle – die stranggepressten Aluminiumprofile von PREFA eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur differenzierten Fassadengestaltung. Das Wohnhaus von Moser Wegenstein Architekten in Zürich-Altstetten zeigt exemplarisch, wie eine präzise profilierte Metallfassade den architektonischen Ausdruck eines Gebäudes wesentlich prägt.
PREFA
Die PREFA Aluminiumprodukte GmbH ist europaweit seit 80 Jahren mit der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Dach- und Fassadensystemen aus Aluminium erfolgreich. Die Produktion der über 5000 hochwertigen Produkte erfolgt ausschliesslich in Österreich und Deutschland. Insgesamt beschäftigt die PREFA Gruppe rund 700 MitarbeiterInnen. Da Aluminium ohne Qualitätseinbussen beliebig oft recycelbar ist, werden bei PREFA Produkte aus bis zu 87 Prozent recyceltem Aluminium hergestellt. Der dafür eingesetzte Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie.